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    [Erotik]

    Jahrestagsfetischisten!

    Die Rubrik gibts an sich hier nur, weil das Suchwort die Besucherzahlen wesentlich erhöht. Und tatsächlich! Es funktioniert.

    [Liebesgedicht]

    Wir lagen in deinem sympathisch ranzigen Zimmer zwischen
    abgerissenen Tapeten auf deiner 200 Euro Matratze, als dein
    hohes Stahlregal umstürzte, auf uns fiel und seine scharfen
    Kanten uns in Bauchnabelhöhe durchtrennten.

    Während unsere Gesichter sich noch zärtlich das Blut von der
    Zunge küßten, die Augen gesenkt schläfrig, ein erster Gedan-
    ke an Verliebtsein keimte,

    zitterten unsere gedübelten Unterleiber wippend ans Ende der
    Matratze und kippten auf die ochsenblutbraun gestrichenen
    staubigen Dielen.

    [Historisch]

    Gespenstisch

    [Happy Breast Day]

    happy breast day

    Feiert schön!

     

     

    [Text - Nimm mich, Gustav...]

    "Ich war Dienstmagd bei Karl Gustav von Hagedorn. Nun schon eine Weile, ohne daß diese und jene Neckerei seiner Herrschaft ausgeblieben wäre. Allein, es gereicht einer Magd nicht zur Ehre, weder die gute Vernunft fahren zu lassen, gleichermaßen sich nicht zu widerspenstig, also nicht umgänglich zu erweisen..." So beginnt der erotische Bericht der Dienstfrau Marianne, ein lüsternes Dokument des 19. Jahrhunderts. Marianne Meirichen, vermeintliche Autorin und Hauptfigur der Aufzeichnungen einer Dienstmagd um das Jahr 1867, soll der Geschichte nach im Badischen geboren, im Mai des Jahres 51, und nach dem frühen Tod der Mutter in großelterliche Obhut in Nähe von Freudenstadt gegeben worden sein, wo sie bereits als Elfjährige in den Nachbardörfern Obst der heimischen Gärten verkaufte. 1852, so schreibt sie in der Nachschau, nicht ohne Ironie, "eröffnete ich mein eigenes Pfläumchengeschäft ohne jahreszeitliche Begrenzung und aß das mitgegebene Obst selbst oder gab es den Rehen und Füchsen!"

    (Aus: Die Memoiren der Dienstfrau Marianne)

    [Nimm mich, Gustav..]

    oralverkehr

    "Ich war Dienstmagd bei Karl Gustav von Hagedorn. Nun schon eine Weile, ohne daß diese und jene Neckerei seiner Herrschaft ausgeblieben wäre. Allein, es gereicht einer Magd nicht zur Ehre, weder die gute Vernunft fahren zu lassen, gleichermaßen sich nicht zu widerspenstig, also nicht umgänglich zu erweisen, was speziell bedeutete, der ein oder anderen Grille meines neuen Dienstherrn nachzukommen, wenn ich nicht bald wieder auf die große staubige Straße meines abgelegten Lebens zurückgestoßen werden wollte. Nur um ein Beispiel zu nennen, Herr Hagedorn verbrachte einen großen Teil seines Tages im Garten. Dort liebte er es, mit der Schubkarre zu fahren. Er schaufelte Erde und Lehm für neue Beete oder den kleinen Teich, der uns in den nächsten Jahren noch Anlaß für mancherlei Vergnüglichkeiten gewesen sein wird. Im Sommer, worin mein Dienstbeginn lag, machte er es sich zum Brauch, an heißen Tagen das Hemd abzulegen und halbstündlich nach einer Magd mit frischem Wasser zu rufen. Da ich neu und unerfahren im Haushalt seiner Herrschaft war, auch an Alter die eingesessenen Mägde unterbot, wurde mir diese ungewünschte Arbeit zugewiesen. Ich ging also halbstündlich mit dem vollen Krug über die Wiese, umlief das Buchenwäldchen bis zur Stelle, wo seine Herrschaft im eigenen Schweiß gebadet die Schaufel schwang. "Ah, mein Küken!", rief er aus, sobald er mich erblickte und gleichermaßen, wie er gierig nach dem nassen Kruge Ausschau hielt, ruhte sein Blick auf meinen schwitzenden Beinen, die ich der dornigen Pflanzen und Disteln am Weg und auch der erfrischenden Kühle eines gelegentlichen Windhauchs wegen mit hochgerafftem Kleide seinen hungrigen Augen freigab. Allein den Augen wollte es dem Herrn nicht hinreichen, denen im buschig bewucherten kräftigen Gesicht meine beschwingte Ankunft gefiel. Erst packte er den Krug mit der linken, derweil seine rechte Pranke die Schaufel wegstieß und sich meines Hinterns bemächtigte, und nahm einen Schluck Frischwasser, derweil seine breiten Finger meinen Po knetend, gleichzeitig den Rocksaum knitternd nach oben rafften, um unter dem Rand meine blanke Gesäßhaut anzupacken. "Herr Gustav!", versuchte ich mich in vorwurfsvollem Ton seinem Griff zu erwehren, jedoch, gewiß der Erhitzung meines kleinen Gartenspaziergangs zugeschrieben, erstickte mein Hinweis in einem matten Seufzen. "Mein Kükchen, Marie!", zog er mich kraftvoller an sich und goß aus dem Kruge etwas Wasser an unsere Hälse, so daß mir ein kühles Rinnsal ins Mieder lief.

    Schubkarre

    "Nun wühle ich den ganzen Tag schon Erde auf, werfe Stein und Gewürm beiseite, derweil die Sonne meinen Nacken schwärzt, wie der Bauer auf dem Feld grabe ich und lasse meinen Muskeln die schmerzende Arbeit wohlgefallen, da kommst du mit der kühlen Kraft des Brunnens in den jungen Armen und der ganzen zeugenden Kraft der Natur zwischen den Schenkeln, mich zu erneuern!" Seine Hand fand den Saum des Kleides, fuhr ungestüm darunter und fand mit dem gröbsten Finger meine vom Lauf erhitzte Scham. "Verehrter Herr!", hob ich belehrend an, "so gewiß die Erde feucht und fruchtbar schon aufgeworfen zu euren Füßen liegt, von alleine sprießet nur Unkraut! Es bedarf der kräftigen Saat, kundig vom Sähmann in den Boden gedrückt, um einen nutzbaren Stamm zu erzeugen, der duftende Blüten und üppige Frucht trägt." Sogleich wühlte ich in den Falten seiner geknoteten Hose, um den biologischen Lehrsatz mit dem prachtvollen Stamm seiner Herrschaft zu belegen, als er eine Erwiederung anhob: "Geehrte Professorin, selbst blühend eurem Fachgebiet erwachsen, der Mutter Erde prall, rasch und lichthungrig entsprossen, es sei die Beobachtung angemerkt, daß Menschen Werk aus Wiesen erst Äcker macht, aus Wäldern Forstschaften, und mit Veredelung erst prächtiges Obst die Zweige schwer werden läßt." Ich hob mein Knie an die Lende seiner Herrschaft Karl Gustav, damit seine ganze Hand die Nässe meines verborgenen Kruges erfassen konnte und rieb ihm meinerseits bereits den ergriffenen Stengel an der Knospe. "Wie meint ihr? Wohin führt die Anmerkung, Primus der Landwirtschaft?" "Sie führt", er mußt die Wortmeldung mit einigen schweren Atemzügen unterbrechen, "dahin, der Menschen Ackerverstand und Werkzeug nachzuahmen, ihr Tribut zu zollen, ihrer Technik und ihrer Erfindungskraft!" An dieser Stelle eines in diesem Sommer meist recht ähnlichen Gespräches, halbstündig, während mein Herr von Hagedorn den Garten umgrub und ich ihm Erfrischung brachte, warf er mich zu Boden, drehte mich, packte mich an den Schenkeln und stemmte mein Becken in die Höhe, nicht zu vergessen, daß er mit schnellem Griff sein Pflanzwerk durch den eingefalteten Pinkelschlitz zu Tage brachte, das er mir schnell zwischen die Beine in den nassen Schlund gestemmt hatte, und er erdete seinen Stand, um gewissenhafter auf mich einrammeln zu können und bald darauf mit wachsender Dicke seines Stammes hervorzurufen: "Die Schubkarre, die Schubkarre! Mit ihr bewältigen wir Lasten über unsere reine Manneskraft hinaus, alleine eines längeren Hebels wegen... Ach Mechanik, ach Trägheit, ach Schwerkraft, ach mein Küken, meine Marie...!" und seinen Fruchtsaft meinen Mutterkrug füllen ließ, dessen Erde, der arme Herr konnte es nicht ahnen, nur fruchtbar dem geistigen Genuß empfänglich war, dem diese Körperspeisung soweit ich denken und fühlen konnte, immer beigemischt gewesen, so daß unser biologisches Vorwort vielleicht besser zu den Ästhetika hätte geordnet werden sollen, wozu mein armer dummer Dienstherr aber vielleicht wenig hätte beitragen können. Ich rief desto lauter: "Nimm mich, Gustav!", wenn es angebracht schien."

      © 2007· Frank Sorge Emailemail senden