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die Themen:
-Do., 6.9.- Sa., 8.9. >BERLIN LEOPOLDPLATZ. >jeweils 20.30 Uhr /Kookaburra
-Do., 6.8. >Paul Bokowskis BRAUSEBOYS mit Elis, Tilmann Birr, Georg Weisfeld & Iris Niedermeyer. >21 Uhr /Laine-Art
-Sa., 8.9. >Lesershow Wedding mit Falk Dietrich & Manfred Maurenbrecher. >21 Uhr/ Mastul
-Leopoldplatz

Namensgeber Fürst Leopold von Anhalt-Dessau, auch „der Alte Dessauer“ genannt, hat den Gleichschritt in der preußischen Armee eingeführt. Von heute aus gesehen geht es kaum unpassender für den Leopoldplatz, besser wäre ein Offizier gewesen, der den Soldaten das Biertrinken erlaubte oder das Torkeln im Dienst salonfähig machte. Leopold reformierte das preußische Heer zu mehr Disziplin und führte auch den eisernen Ladestock ein, um die Musketen zu stopfen – die aus Holz zerbrachen im Eifer des Gefechts gerne mal und es war Sense mit dem Musketier. Da man nun einmal eiserne Stöcke bereithielt, konnte man sie gleich zur gegenseitigen Züchtigung benutzen und den Spießrutenlauf optimieren, bei dem die Verurteilten sonst mit Weidenruten zu Tode geprügelt wurden. Das dauerte jetzt nicht mehr so lange, womit mehr Zeit für das Marschieren blieb. Er war auch Mitglied des „Tabakkollegiums“, das sein zweiter König Friedrich Wilhelm I. zum Pflichtprogramm für Vertraute machte. Um als Nichtraucher nicht aus dem Rahmen zu fallen, zog er an einer kalten Pfeife.
Erst hundertfünfzig Jahre nach seinem Tod bekam der Platz den Namen, weil man die Gegend nach Helden des Spanischen Erbfolgekriegs benennen wollte, und da Leopold gute 50 Jahre bei jedem Krieg für Preußen erfolgreich mitgemischt hatte verwundert es schon, daß es ansonsten nur eine winzige Leopoldstraße am S-Lichtenberg gibt, mit der er gar nicht gemeint ist. Ich befrage eine kleine Gruppe Kampftrinker.

BROWSERBOY: Prost! Wißt ihr, nach wem der Platz eigentlich benannt ist?
ERSTER TRINKER: Nö.
BROWSERBOY: Fontane hat ein Gedicht über ihn geschrieben, den alten Dessauer: Ich will ein Lied euch singen! /Mein Held ist eigner Art: /Ein Zopf vor allen Dingen, /Dreimaster, Knebelbart, /Blitzblank der Rock vom Bürsten /Und jeder Knopf wie Gold - /Ihr merkt, es gilt dem Fürsten, /Dem alten Leopold.
ZWEITER TRINKER: Ick hab da sone Platte, „Legenden der Blasmusik“ mit son Song „Der alte Dessauer“, dit is der Typ!
BROWSERBOY: Genau, der alte Dessauer!
ERSTER TRINKER: Hört sich an wien Kurzer.
BROWSERBOY: All' Wissenschaft und Dichtung /Sein Lebtag er vermied, /Und sprach er je von "Richtung", /Meint' er in Reih und Glied; /Statt Opern aller Arten /Hatt' er nur einen Marsch, /Und selbst mit Schriftgelehrten /Verfuhr er etwas barsch.
TRINKERIN: Ach dit machick ooch, jeohjehohjejenüber, weeßte? Int Rathaus.
ZWEITER TRINKER: Jehörichn Marsch blasn, jenuau!
BROWSERBOY: Man hat ihm nachgesagt, daß er mangels Musikalität in der Kirche jedes Lied nach der Melodie des Dessauer Marschs sang… Habt ihr Internet? http://www.youtube.com/watch?v=hSs1eEX0L34
ERSTER TRINKER: Ey, wir SIND nett!
BROWSERBOY: Nicht mocht' er Phrasen türmen /Von Fortschritt, glatt und schön, /Er wußte nur zu stürmen /Die Kesselsdorfer Höhn;
TRINKERIN: Laaaaß kessselllllnn!
BROWSERBOY: Er hielt nicht viel vom Zweifel /Und wen'ger noch vom Spott, /Er war ein dummer Teufel /Und glaubte noch an Gott.
ZWEITER TRINKER: Würd mia richtich sümpathisch, der Mann.
BROWSERBOY:Aber er hat den militärischen Drill erfunden?
TRINKERIN: Is mia ejaal.
BROWSERBOY: Und den eisernen Ladestock.
ZWEITER TRINKER: Ick preferier die gläsernen!
TRINKERIN: Volle Ladung! Prost, wa?
BROWSERBOY: Na gut.
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BERLIN LEOPOLDPLATZ

Do, 6.9. / Fr, 7.9. / Sa, 8.9. >Das multimediale Readical der Brauseboys geht in die zweite Runde.

>Die Geschichte von Julian, der Mitte suchte und den Wedding fand. Von und mit Nils Heinrich, Hinark Husen, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann und Heiko Werning.

Comedyclub Kookaburra (Schönhauser Allee 184).
jeweils 20.30 Uhr

Vorbestellungen unter: www.comedyclub.de (und eine lustige neue Startanimation)

Interviews mit der Hauptfigur: www.browserboy.blog.de/?tag=leopoldplatz
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PAUL BOKOWSKIS BRAUSEBOYS

-Donnerstag, 6.8 >> Paul Bokowskis BRAUSEBOYS – frische Texte, Musik und Multimediales mit Elis, Tilmann Birr, Georg Weisfeld, Paul Bokowski & Iris Niedermeyer. >Laine-Art >21 Uhr

>Während wir im Kookaburra unser Readical lesen hält Bonusboy Paul Bokowski die Stellung im Laine-Art und hat dazu ein Vorleseregiment erster Güte geladen: Gitarrenfeldmarschall Elis, ferner die Generäle Weisfeld und Niedermeyer von den ehemals Überflüssigen und Oberstlautmaler Tilmann.

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Brauseboys im Netz:

www.brauseboys.de
www.browserboy.blog.de
www.taz.de/blogs/reptilienfonds/
www.frafafose.blogspot.com
www.laine-art.com
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Neue Texte, Musik und die nettesten finnischen Gastgeber der Welt. >Jeden Donnerstag, 21 Uhr< im Laine-Art, Liebenwalder Str.39, Hinterhof, nahe U6-Seestraße, U9-Nauener Platz und MetroTram M13 Osram Höfe (jeden 2. & 4. Donnerstag rauchfrei!)


Kulturhinweise:

-Sa, 8.9. >LESERHOW Wedding – Schluß mit Sommerpause. Es liest & singt, gebräunt und erholt wieder jeden 2. Samstag die Besatzung der monatlichen Problembezirkslesebühne im Mastul: Thilo Bock, Martingo, Robert Rescue, Frank Sorge & Udo Tiffert. Zu Gast sind Manfred Maurenbrecher und Falk Dietrich. Im Mastul. Liebenwalder Str.33. >21 Uhr

www.lesershow.de & www.mastul.de

-Fr., 14.9. >Kiezboys in der OSTERKIRCHE >Hinark Husen, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann, Heiko Werning, PAUL BOKOWSKI & HUBERT SKOLUD lesen was vor. >20 Uhr


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Grüße
vom
Browserboy






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