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die Themen:
-Do., 7.6. >die Brauseboys WEDDING WOCHEN mit Horst Evers & Rüdiger Bierhorst. >21 Uhr /Laine-Art
-Sa., 9.6. >LESERSHOW – Strandgut mit Falk Dietrich. >21 Uhr /Mastul
-Eine Schwalbe…

… macht noch keinen Sommer und tatsächlich, der Sommer läßt auf sich warten & die Schwalben haben es auch nicht mehr drauf. Jedenfalls die auf der Seestraße. Sie haben beschlossen, auf meinem Balkon ein Nest zu bauen, in der Ecke über der Tür und einen halben Tag lang klatschte der erste Bautrupp matschige Erde an die Wand und ich blieb in der anderen Ecke sitzen und feierte stellvertretend Richtfest. Es blieb zwar nur die Hälfte hängen und der Rest landete auf dem Boden, aber aller Anfang ist ja schwer. Überhaupt wunderbar, konstatierte ich über die kühle Bierflasche, daß sie hier bei mir bauen wollen, in diesen schweren Schwalbenzeiten. Da hätten sie außerdem den richtigen gefunden, nicht im Traum würde ich es wagen, einen Besenstiel in ihr Luftschloß zu rammen, und das nicht nur weil es strafbar ist. Im Prinzip könnten sie mich sogar fragen, ob ich mitmachen will und ich würde fliegen lernen, mit Tröpfelburgen habe ich Erfahrung und außerdem kann bei mir sowieso jeder machen, was er will.
Allerdings war die Euphorie des ersten Tages schnell verflogen, nicht nur wurden die Pausen zwischen ihrer Nestarbeit immer länger, sondern jetzt landete aller Seestraßenmatsch, den sie wahrscheinlich vom Mittelstreifen den Weddinger Hunden abgetrotzt hatten, auf dem Boden und bildete einen baulich höchstens für Ameisen verwendbaren, vielversprechenden Schlammhaufen über dem Abfluß meines Balkons. Auch bauten sie nicht zu zweit, wie ich erwartet hatte – vor den neuen Erkenntnissen hatte ich an ein junges Paar gedacht, unerfahren und dämlich, unbedarft und hilflos - sondern ca. zu sechst, ein ganzer Bautrupp, zwitschernd und als Nestbauer nur Nieten. Auch hatte ich zunehmend den Eindruck, sie irrten sich regelmäßig im Balkon oder bauten an mehreren Nestern gleichzeitig. Brauchten sie Hilfe? Ich befragte Mama Google: „Das muntere Zwitschern Dutzender auf Telefonleitungen sitzender Schwalben ist vielerorts selten geworden.“ Oh nein! Und ich hatte gerade ein neues Handy bestellt, die armen Schwalben, so lang ist ihr Weg aus dem Süden & jetzt drohten sie hier jämmerlich auf meinem Balkon zu scheitern, nach wochenlanger Arbeit würde auch der letzte Schwalbenbauarbeiter entkräftet aufgeben und ein letztes „Schilpschilp“ ertönen lassen, bevor er auf den Zinnen des schlammigen Neuschwanensteins darunter aufschlagen und ich ihn zu den anderen in die Krypta legen würde.
Die Bauanleitung, die ich im Internet für ein Nest finde, ist allerdings entmutigend. Im Gegensatz zu den Vögeln brauche ich Styropor, Maschendrahtzaun, Holzbretter und Margarinebecher. Die Styroporflocken lese ich, können „durch Raspeln, Sägen oder Schreddern (von Verpackungsmaterial) selbst hergestellt werden.“ Für Faule und Anwärter auf die Schwalbenmedaille in Schlammfarbe gibt es den Hinweis: „Größere Mengen können auch bei styroporverarbeitenden Betrieben beschafft werden.“ Aber Margarinebecher bekomme ich als überzeugter Butteresser nicht leer, bevor es wieder wintert, weiß ich und gebe augenblicklich auf. Außerdem müßte Draht um eine Holzkonstruktion gewickelt werden, Styropor mit Gips vermischt und aufgetragen und darunter könnte man noch ein Kotbrett schrauben.
Der Fleck in meiner Balkonecke hatten die Schwalben längst wieder aufgegeben und probierten es jetzt auf der anderen Seite der Seestraße. „Übt ihr noch, oder baut ihr schon?“ rief ich hinüber, der Sommer deutete sich an.
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Die BRAUSEBOYS WEDDING WOCHEN

Den ganzen Juni hindurch verherrlichen wir unseren Stadtbezirk: Kiezbeobachtungen, Heimatkunde und völlig übertriebene Lobhudeleien auf den Bezirk, in dem die Achtziger modisch überlebt haben.


-Donnerstag, 7.6 >> Die BRAUSEBOYS – frische Texte & Musik mit Hinark Husen, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann, Heiko Werning, HORST EVERS & RÜDIGER BIERHORST. >>21 Uhr /Laine-Art

>Vorlesemegastar Horstens Buch „Wedding“ ist eines der beiden Literaturhinweise zum Bezirk bei Wikipedia, und auch wenn er nicht mehr hier wohnt, hat er gerade z.B. des Frühschoppens neue CD „Live im Wedding“ mitbelesen. www.horst-evers.de

>Rüdi war unser erster Gast überhaupt und ist damit unser Weddinger Taufpate. Nach seinen bekannten Wochenliedern „Montag“, „Dienstag“ und „Sonntag“ warten wir bislang noch auf den besungenen Donnerstag. www.ruediger-bierhorst.de

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Brauseboys im Netz:

www.brauseboys.de
www.browserboy.blog.de
www.taz.de/blogs/reptilienfonds/
www.frafafose.blogspot.com
www.laine-art.com
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Neue Texte, Musik und die nettesten finnischen Gastgeber der Welt. >Jeden Donnerstag, 21 Uhr< im Laine-Art, Liebenwalder Str.39, Hinterhof, nahe U6-Seestraße, U9-Nauener Platz und MetroTram M13 Osram Höfe (jeden 2. & 4. Donnerstag rauchfrei!)


Kulturhinweise:

-Sa., 9.6. >LESERSHOW WEDDING >Monatliche Problembezirks- und Kaminfeuerlesebühne, diesmal erlesenes Strandgut mit Martingo, Robert Rescue, Frank Sorge, Udo Tiffert & FALK DIETRICH. Für Juli und August macht die Lesershow dann den Kamin aus und geht in die Sommerpause. >Im Mastul (Liebwalder Str.33) >21 Uhr

www.lesershow.de & www.mastul.de

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wer den newsletter nicht mehr erhalten möchte, schreibe “Ich zieh nach Süden!“ in den betreff der zurückgesendeten mail.
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Grüße
vom
Browserboy

(Sollte es doch jemand probieren wollen: http://www.vogelarten.de/schwalben/nisthilfen.htm)









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