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{Frieren im Frühling! 10.5.05} >>>>>>>BRAUSEBOYS-NEWSLETTER<<<<<<<<<<< Alles ist vergänglich. So
machen sich die politischen Verantwortlichen schon jetzt merkwürdig
hysterische Gedanken darüber, was man wie am Holocaust-Mahnmal
in 15-20 Jahren sanieren muß. „Natürlich setzt das
Denkmal bald eine Patina an!“, wird da so ein Verantwortlicher
zitiert. „Und Beton ist auch sehr witterungsempfindlich“,
streicht jemand vor der Kamera liebevoll über eine Fläche
und äußert versonnen: „so schön glatt wird es
nie wieder mehr sein!“ Ja, natürlich verändert sich
das Material mit der Zeit und besonders der Architekt mußte daran
denken. Aber das ist doch NORMAL. Gerade der Architekt, also Peter Eisenmann,
bleibt sogar ziemlich gelassen, was Zeitspuren angeht. Die umstrittene
Lackierung gegen Schmierereien hätte er eigentlich unnötig
gefunden. Sollen doch alle ihre Kommentare ranschreiben und damit Meinungen
äußern! sagt er sinngemäß. Na huch! dachte ich,
klingt fast wie ein Aufruf! Das hätte man nicht erwartet, aber
Künstler dürfen so was äußern, es werden ja trotzdem
unauffällig gekleidete Denkmalswächter im Mahnmal patrouillieren
und im Zweifelsfalle Spraydosen und Stifte einkassieren. Seltsam auch,
wenn alternde Schriftsteller aus dem Publikum heraus plötzlich
wilde Vorwürfe in die Pressekonferenz rufen: „das Fehlen
von Opfernamen auf den Stelen des Mahnmals verlängere das Schweigen
über den Holocaust.“ Und nicht nur mir geht es so: Ich weiß
einfach nicht, was er meint?? Wer schweigt denn darüber? Und wenn
sich Rolf Hochhuth auf eine erste Zurückweisung des Vorwurfes,
dann noch hinstellt und kontextlos in lässiger Selbstüberschätzung
behauptet, er sei ja der erste gewesen, der Auschwitz auf die Bühne
gebracht habe, frage ich mich weiter: Warum redet der da? Geht es um
das Mahnmal oder geht es um Hochhuth-Hochmut? Daß gerade vor ein
paar Tagen am 8.Mai durch viele tausend Gegendemonstranten weitgehend
friedlich eine Neonazi-Aufmarsch verhindert wurde, zählt wohl nicht,
wenn das Ego drückt, oder daß die umfassende, kritische Beschäftigung
mit Krieg und Holocaust in jede Schülerlaufbahn gehört? Und,
und, und! Ja nicht mal Verbrechervereine wie die NPD schweigen über
den Holocaust. Sie reden halt nur Stuß darüber. „Ich
wollte keinen Friedhof bauen!“, schließt der Architekt die
Diskussion und das verstehe ich. Eigentlich ist doch alles gut. Das
Mahnmal ist eindrucksvoll, man rechnet mit mehreren Millionen Besuchern
pro Jahr, im Keller befindet sich ein ordentliches Informationszentrum
und es gibt „viel Raum für Interpretationen“. Ob Namen
auf den Stelen sinnvoll sind, ist gewiß schon sachlicher diskutiert
worden und um es mal ganz doof auszurücken: Die Stelen rennen ja
nicht weg! Donnerstag, den 12.5. >> DIE BRAUSEBOYS – Frieren im Frühling - mit Volker Surmann, Nils Heinrich, Heiko Werning mental, Robert Rescue, Hinark Husen, Frank Sorge & GEORG WEISFELD (der Mann mit dem Kleiderbügel, der Bananen quer essen kann!) Text, Musik und die nettesten finnischen Gastgeber der Welt. Frisch geduscht ins dritte Jahr seit Beginn des Irak-Kriegs! Donnerstag, 12. Mai, 21 Uhr, im Laine-Art, Liebenwalder Str.39, Hinterhof, nahe U6-Seestraße, U9-Nauener Platz und MetroTram M13 Osram Höfe Edle Kulturhinweise: >>Samstag, 14. Mai, um 21 Uhr, in der Galerie K >>Der Wedding erobert den Kreuzberg, Teil 5: „WELTSTARS UNTERWEGS!“ ROBERT RESCUE & FRANK SORGE lesen im Duett. Galerie K, Luckauer Str.10, in Kreuzberg 36. >>Nächsten Donnerstag, den 19.5. kommt KNORKATOR zu die Brauseboys ins Laine-Art. Die Krawallcombo liest aus: Am Anfang war das Am! 21.00 Uhr, 5 Euro > >An alle Cottbusser! Heute kommen die BRAUSEBOYS - 21 Uhr- am 10.5. ins Muggefug, Cottbus. (www.muggefug.de) > >Nächsten Dienstag, 17.5. - 21.00 Uhr - die MARABÜHNE – Kirsten, Thilo, Nils, Frank, Lutz Peter & Ivonne Friese erzählen was. L.U.T.Z.E: und DJo machen Musike. In der Marabu-Bar, Oppelner/Görlitzer Park, nahe U-Schlesisches Tor. ---------------------------------------- einen schönen Tag noch |
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