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{Halbzehn in Deutschland! 11.01.05}

>>>>>>>BRAUSEBOYS-NEWSLETTER<<<<<<<<<<<
die Themen:
-Do, 13.1.05, Laine-Art, SCHNELLER! SCHNELLER! Brauseboys arbeiten mit ELIS
-Arbeiten II

Pausen gehören so essentiell zur Arbeit wie das Arbeiten selbst. In ihnen schöpft der Werktätige Kraft und entspannt seinen konzentrierten Geist mit einer Abwechslung zur Arbeit, meist mit dem Anblick des immergleichen Kollegen, der ein Wurstbrot ißt.
Und der tut gut daran. Arbeit erfordert Energie, langanhaltende und schnell verfügbare. Die Wurststulle kann also nur als ein Teil der Energieversorgung des Arbeiters angesehen werden. Ein kräftiger Kaffee mit drei Stücken Zucker oder ein Knoppers ergänzen die langanhaltende Wirkung des Wurstbrotes mit schnell verfügbarer Energie aus Zucker, und niederfrequenter Austausch über die Bundesliga, das Fernsehprogramm von gestern oder Suppenrezepte, sowie die gesellige Zigarette pendeln das Arbeiterhirn, das in Folge aufnahmebereiter und aktiver funktioniert, wieder auf einen entspannten Zustand ein.
Die Pause ist eine Art Bildschirmschoner für den geistigen Monitor. Ab und zu müssen wirre Linien darüber flackern oder Fische dumpf darauf herumschwimmen, und manch einer braucht immer wieder das Gefühl, von fliegenden Fenstern bombardiert zu werden.
Auch als motivierender Mechanismus der Belohnung kann die Pause gelten. „Erstmal was schaffen, dann ne Pause!“ oder „Eine kleine Pause, und dann klotzen wir ran!“ sind typische Aussprüche des Belohnungssystems, zwischen denen es manchmal zu Verwirrungen kommt. In manchen Betrieben wird die Pause auch zur „Ent“-lohnung eingesetzt. Wenn man der Meinung ist, zu wenig zu verdienen, wird einfach mehr Pause gemacht („passiver“ Lohnwiderstand, im Gegensatz zum „aktiven“ (Streik); führt nur theoretisch zu Lohnerhöhungen!) Auch umgekehrt kann der Fall eintreten und jemand verdient so viel an einer Stunde, daß er über seine fachliche Allmacht völlig vergißt, daß der Handgriff eigentlich nur fünf Minuten erfordern würde (in der Fachsprache HMS, „Handwerks-Meister-Syndrom).
Die durchschnittliche Pausenzeit beträgt eine halbe Stunde, läßt sich oft aber nicht genau bestimmen, weil in der Pause die Zeit gewissermaßen gekrümmt und auch sonst eher Auslegungssache ist. Die Werte bewegen sich zwischen „einer schnellen Viertelstunde“ und einer „guten Stunde“ (meist bis zu 1 ½ Stunden) und lassen sich näherungsweise mit den Berufsgruppenkonstanten bestimmen (Kraftfahrer 0,35, Ärzte 0,6, Handel 1,1, Handwerk 0,9-1,7(je nach Gewerk), Öffentlicher Dienst 3,4; mal die vorgeschriebene Pausenzeit).
Künstler hingegen machen höchstens mal kreative Pause, für ein Jahr oder so, arbeiten aber ansonsten immer. Fernsehen, lesen, einkaufen gehen… alles Arbeit. Der Alltag der Werktätigen muß erfaßt werden für das eigene Werk und selbst ein Nickerchen an Computer oder Staffelei kann entschuldigt werden, denn auch der Traum vom Erfolg ist Bestandteil der Arbeit.

LOS! ARBEITEN!
Themenmonat bei den BRAUSEBOYS - Ein Hartz für Tiere!
Robert Rescue, Heiko Werning, Nils Heinrich, Volker Surmann, Hinark Husen, Frank Sorge und >> ELIS
erzählen mehr aus ihrem Arbeitsleben!
Text, Musik und die nettesten finnischen Gastgeber der Welt.

Donnerstag, 13. Januar, 21 Uhr, im Laine-Art, Liebenwalder Str.39, Hinterhof, nahe U6-Seestraße, U9-Nauener Platz und MetroTram M13 Osram Höfe

Arbeitsplan für die Woche:
-Montag, 17.1., 20.00 Uhr WELTSTARS PRIVAT – Heiko Werning begrüßt Insektenkoch INGO FRITZSCHE & ANDREAS SCHEFFLER, BKA-Theater, Mehringdamm.
-Dienstag, 18.1., 21.00 Uhr die MARABÜHNE – Thilo, Kirsten, Tobias, Bohni, Frank und NILS HEINRICH erzählen was. Musik von MOMO und DJo. (Marabu-Bar, Oppelner/Görlitzer Str, nahe U-Schlesisches Tor)
-Mittwoch, 19.1. >Die wahre Nacktheit< Volker Surmann solo im Schwuz.

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einen schönen Werktag
wünscht euer
Browerboy


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