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{Rescue me! 16.2.05}

>>>>>>>BRAUSEBOYS-NEWSLETTER<<<<<<<<<<<
die Themen:
-Donnerstag, 17.2.05, Laine-Art, zum 100. Mal Brauseboys & IRIS NIEDERMEYER
-Kabelage
-Robert, Klappe die dritte

Eines der unscheinbarsten, aber wichtigsten Symbole der Technisierung der Welt ist das Kabel. Man hat sie zum Beispiel durch 6000 km Australische Wüste gezogen, um sich die neuesten Kängeruhwitze zu telegrafieren. Kabel durchziehen unsere Zimmerwände und die Straßen, Ozeane und sogar die sonst eher langweilige Brandenburger Heide. Durch Kabel kommt man in die entferntesten Winkel unseres Erdballs, außer vielleicht auf den kleinsten und ödesten Staat der Welt, die versteppte Insel Nauru im Pazifik. Würde man alle Kabel der Welt aneinanderknüpfen, könnte man den Wassereisverkäufern auf dem Saturnmond Titan die neuesten Kängeruhwitze telegrafieren.
Aber die Zeit des Kabels geht vorbei und Funkwellen erobern die Luft in unseren Köpfen und um uns herum. Mit einigen interessanten Nebeneffekten.
Gestern abend war ich bei Freunden, die sich ihre Wohnung stolz mit Funktelefonen, W-Lan und Funkboxen im Bad ausgestattet haben. Die Boxen im Bad werden also ganz ohne Kabel durch die Luft von der Anlage im Wohnzimmer aus mit Signalen versorgt, die hörbar gemacht werden.
Was auch auf die meisten anderen Signale zutrifft.
Als ich letztens bei ihnen auf dem Klo saß, hörte ich die Tonspur eines Pornos, den sich irgendein Nachbar reinzog, der bestimmt auch stolz auf seine Funkboxen ist, und seinen besonders stark sendenden Verstärker.
Nicht nur, daß Handys meinen Bildschirm verzerren und meinen Fernseher vibrieren lassen, ich bilde mir sogar schon ein, es im Oberkörper zu spüren, wenn ein besonders starkes W-Lan Funksignal mich durchdringt.
Mein Arbeitszimmer ist jetzt so weit von der Eingangstür entfernt, daß ich vielleicht Kirchenglocken im Flur installieren müßte, um zu hören, wenn jemand klingelt. Also habe ich eine Funkklingel. Wenn jemand vorne klingelt, gibt es ein Funksignal an meine Klingel hinten und sie klingelt. Wenn der Nachbar unter mir einen Anruf auf sein Telefon bekommt, klingelt es auch und ich wandere die fünfzig Meter bis zur Wohnungstür umsonst, hin und zurück.
Andererseits: Würde Rudolf Moshammer noch leben, wenn er ein Funktelefon besessen hätte? Wüßten wir vom kleinsten und ödesten Staat der Welt, Nauru, ohne die Funktechnik? Und was ist mit den knappen Rohstoffen?
Die Zeit des Kabels geht vorbei und bald liegen alle Sorten im Querschnitt aufgereiht im Technikmuseum. Am Museumsschalter wird der Besucher gefragt: „Möchten sie eine Audioführung ins Gehirn?“
Nein danke!

99 Shows haben die Brauseboys im heimeligen Laine-Art abgeliefert…

DIE BRAUSEBOYS – DIE 100te SHOW must go on
Robert Rescue, Heiko Werning, Nils Heinrich, Volker Surmann, Hinark Husen, Frank Sorge und >>IRIS NIEDERMEYER

Text, Musik und zum hundertsten Mal die nettesten finnischen Gastgeber der Welt.

Donnerstag, 17. Februar, 21 Uhr, im Laine-Art, Liebenwalder Str.39, Hinterhof, nahe U6-Seestraße, U9-Nauener Platz und MetroTram M13 Osram Höfe

>>Kulturhinweise:

-Die Überflüssigen – Dienstags im Privat-Club, Kreuzberg. Iris Niedermeyer, Georg Weisefeld, Marc-Uwe und Falk Dietrich machen Programm. www.dieueberfluessige.de

-Mittwoch, 16.2., 20.00 Uhr, der Aal im Nationalsozialismus II. Heiko Werning & Dietmar Bartz berichten im Kaffee Burger. www.expertensprechen.de

-Die Kaufempfehlung: Ganz neu: 10 JAHRE REFORMBÜHNE Heim&Welt, die historischen Tondokumente. Die Doppel-CD ist da. u.a. mit Heiko Wernings: „Wedding Girl“. Online-Bestellung unter …
http://www.reptiphon.de/52.0.html

-Die geheimen Tagebücher der Brauseboys (Teil 3)

Liebes Tagebuch
Robert nervt. Mittlerweile weigert er sich sogar, auf die Leiter zu steigen und der zusätzliche Stuntman verursacht unerwartete Kosten. Außerdem verlangt „Herr Rescue“ ausgefallene Pizzabeläge, die das Catering verzweifeln lassen… Walfisch-Ginseng-Pizza zum Beispiel, Kängeruh-Trüffel oder Nasenfrosch-Nieswurz. Plötzlich will er eine weibliche Nebendarstellerin und seit die da ist… na ja, er tut auf jeden Fall keinen Handschlag mehr an seiner Wohnung. Das machen jetzt alles Firmen und selbst die Komparsen streichen mit trockenen Pinseln und alles wird später nachbearbeitet. Das Special-Effects-Budget ist bereits weiträumig überschritten… aber ich habe einen Plan. Die Casting-Scouts sind schon überall in der Bundesrepublik unterwegs, um ein Robert-Double zu finden und dann… es gibt da diese Auftragskiller, mit denen er schon mal zu tun hatte, wegen einer nicht bezahlten Rechnung von knapp 30 Euro, die warten nur darauf, es ihm heimzuzahlen. Liebes Tagebuch, es tut mir leid, aber ich glaube, ich muß dich später verbrennen. (Fortsetzung folgt)

>>Freitag, 18.2., 21.00 Uhr >
Das Dokumentar-Drama „WIE ROBERT RESCUE IN DEN WEDDING ZIEHT“
wird uraufgeführt! Pünktlich zum Berlinale-Finale.
Am ganzen Wochenende hat man die Möglichkeit, auf der OFFPOP-Vision im Glashaus der Arena Treptow Filme zu schauen, Videoinstallationen zu bewundern oder den Brauseboys oder der Lokalrunde zu lauschen. siehe www.offpopvision.de
Die Arena erreicht man am besten, wenn man S-Treptower Park aussteigt und links an den Treptowers vorbeigeht.

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einen schönen Tag noch
wünscht euer
Browserboy


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