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die Themen:
-Do., 17.5. >die BRAUSEBOYS mit Michael-André Werner & Martingo. >21 Uhr /Laine-Art
-Sa, 19.5. >LESERSHOW – mit Ahne! >21 Uhr /Mastul
-Brutal Wedding

In der Tram sitze ich hinter zwei Jugendlichen, die sich über Autodiebstähle unterhalten und die nächste Absturzparty mit vielen Bitches planen. Die Gesten, mit denen sie ihr Gespräch gerne untermalen würden, wären da nicht die Bewährungsauflagen, sind im Folgenden: die Kopfstütze der vorderen Sitze abreißen, den Stempelautomaten von der Stange abtreten und die Fenster mit Pflastersteinen zerkratzen.
Neben uns am Fenster sirrt plötzlich eine verirrte Biene vergeblich von innen gegen die Scheibe. Der am Fenster sitzende zuckt zusammen, der weiter entfernte fordert den schnellen Tod durch einen schnellen Handrückenschlag und gibt schlaue Ratschläge zur Ausführung. Haben sie vom großen Bienensterben gehört? Die Angst vor dem Stich scheint doch zu groß und so öffnet der eine das Kippfenster in Reichweite, bevor sich der andere durch zu langes Nichtstun verrät. Das Bienchen erkennt blitzschnell die Lage und verlässt die Tram, die beiden lehnen sich zurück, entspannen die Rücken und sind das erste Mal seit fünf Minuten still. Ich kann nur ihre Hinterköpfe sehen, aber ich glaube, sie freuen sich einen Moment lang, dass sie dem kleinen Tier zur Freiheit verholfen haben. Mitten im brutalen Wedding.

Falls jemand plant, um kurz vor Acht an einem der ersten sonnigen Tage noch in den Kaisers an der Müllerstraße zu gehen, hier ein vorbereitender Hinweis: Man wird nur Verrückte treffen, und frühzeitig Betrunkene. Sie tänzeln nach einer Musik in ihrem Kopf vor einem an der Kasse herum, sagen Sätze ohne Sinn, und sie kaufen sich einen Pappliter Rotwein für den Weg.
Mir kippt auf dem Kassenband das Schälchen Erdbeeren um, und als ich beginne, die Flüchtlinge einzusammeln, spricht mich ein für normal gehaltener Weddinger in der Schlange an, „Hehe, jetzt sindse schon een zweetes Mal aufjelesen – wenn du se aufsammelst, hehe, da machste ja die janze Arbeit, dann jehören se dir ja eignlich, wa?“ Was sagt man darauf? Daß die Welt aber anders funktioniert? „Hehe, oder du kannst noch wat für verlang, wa?“ „Leckerleckerlecker!“, tänzelt der Pappweinkamerad davon. „Brauchste nich bezahln die Dinger, hehe. Hehe, hehe!“ „Schön wars!“, sage ich, um irgendwie einen Punkt zu setzen und bereue es gleich wieder. Jetzt zähle ich auch unter die Verrückten, nur gut, dass die Kassiererin um die Zeit niemandem mehr ins Gesicht sieht.

Spät am Abend treibt es mich auf die Seestraße und hin zum blauen Licht der Hoffnung, das immer einen Beutel Eis, Katzenfutter und ein gekühltes Bier bereithält. Da spricht mich ein junges Mädchen mit Kopftuch an, ob ich Feuer hätte. Ich wühle und halte ihr die Flamme hin, woraufhin sie so einen mittelschweren Joint hervorholt und anzündet. „Danke!“ Ihr schönes, von Stoff umhülltes Gesicht lächelt, sie schlendert weiter und lässt mich einigermaßen verblüfft zurück.
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Die BRAUSEBOYS

-Donnerstag, 17.5 >> Die BRAUSEBOYS – frische Texte & Musik mit Hinark Husen, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann, Heiko Werning, MICHAEL-ANDRÈ WERNER & MARTINGO. >>21 Uhr /Laine-Art

>Michael-André versteht sich nicht nur aufs Schwarzfahren, er kann auch kurze Romane kochen. www.michael-andre-werner.de

>Martingo hat den Beat, bald eine neue CD und ist noch lange kein Seniorenrocker auf Roibuschtee. www.martingo.com

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Brauseboys im Netz:

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www.taz.de/blogs/reptilienfonds/
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Neue Texte, Musik und die nettesten finnischen Gastgeber der Welt. >Jeden Donnerstag, 21 Uhr< im Laine-Art, Liebenwalder Str.39, Hinterhof, nahe U6-Seestraße, U9-Nauener Platz und MetroTram M13 Osram Höfe (jeden 2. & 4. Donnerstag rauchfrei!)

Kulturhinweise:

-Sa., 19.5. >LESERSHOW WEDDING >Monatliche Problembezirks- und Kaminfeuerlesebühne, diesmal mit Paul Bokowski, Jan Koch, Robert Rescue, Frank Sorge, Udo Tiffert & AHNE. >Im Mastul (Liebwalder Str.33) >21 Uhr

www.lesershow & www.mastul.de

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vom
Browserboy






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