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{Nebentätlichkeit 18.01.05}

>>>>>>>BRAUSEBOYS-NEWSLETTER<<<<<<<<<<<
die Themen:
-Do, 20.1.05, Laine-Art, Brauseboys arbeiten mit JÜRGEN WITTE
-Arbeiten III

Politiker dürfen keine Nebentätigkeiten haben? Zum Einen fragt man sich, warum sie das nicht längst von sich aus beschlossen haben, um die Arbeitslosenstatistik spürbar zu senken? Zum Anderen natürlich, ob sie wissen, was sie mit der ganzen Freizeit künftig anfangen sollen?
Und was ist mit Nebentätigkeiten, wie zum Beispiel drei Abendschichten die Woche im Tabakladen aushelfen, private Putzhilfe beim Nachbarn oder Seniorenbetreuung am Wochenende? Dürfen die das jetzt auch nicht mehr?
Bei einem „gläsernen“ Politiker, der alle Nebentätigkeiten offen legen muß, würden sich gewisse Nebenjobs sicher ganz gut machen. Schröder hilft zweimal vormittags im Kinderladen, Stoiber hausmeistert in einer Mietswohnung oder Angela kassiert samstags im Dritte-Welt Laden?
Kommunalpolitiker dürften endlich in der Sitzung Kugelschreiber zusammenschrauben und die ganze grüne Fraktion faltet Briefe und klebt Briefmarken für ihren Tennisklub.
Auch privat wäre eine völlig Abschaffung von Nebentätigkeiten für viele Politiker vielleicht reizvoller. „Schatz, kannst du dich mal ums Badezimmer kümmern?“ „Tut mir Leid, ich darf keine Nebentätigkeiten ausführen… aber ihr wolltet das so!“
Gegen ehrenamtliche oder häusliche Arbeiten hat natürlich niemand was. Also gegen richtige Arbeiten. Was ein Aufsichtsratsmitglied so leidvolles macht, kann ich mir hingegen einfach nicht vorstellen, um es jetzt ironisch abzugrenzen…
Wann immer es Geld gibt, kann man ja schnell mißtrauisch werden. Man kennt das von Drogendealern, Strichjungen und amerikanischen Präsidenten. Viel Geld ist vorneweg immer ein Verbrechen. Grundsätzlich. Aber fünf Lottomillionen will jeder gewinnen, na klar.
Wer noch ernsthaft mit Geld glücklich werden will, der ist sowieso selber Schuld.
Wenn jemand aus irgendeiner Dankbarkeit von VW ein paar hundert Euro im Monat bekommt, soll er doch. Wird schon sehen, was er davon hat!
Ob das Sprichwort „Geld verdirbt den Charakter“ stimmt, will ich jetzt nicht überlegen, und das Geld vieles leichter macht ist eine kaum zu widerlegende Tatsache, aber wenn jemand etwas wirklich machen will, macht er es, ob er jetzt Geld hat oder nicht.
Viel schlimmer ist der umgekehrte Fall. Geld kann so motivierend sein.
Es gibt so schlimme Dinge, für die Menschen auch noch Geld bekommen. Nagelstudios oder Walfänger zum Bleistift. Ein bißchen Geld, damit ein paar lustige Herren einen monatlichen Sitzungsabend im Vereinsambiente mit nem Schoppen hinterher veranstalten können, ist dagegen eher putzig. Die werden doch auch irre, wenn sie jeden Abend zu Hause vor dem Fernseher verbringen sollen.
Gerade im Radio fordern SPD und Grüne, „alle Tätigkeiten“ von Politikern dem Bundestagspräsidenten offen zu legen. Schrecklich.
Das will der doch gar nicht alles wissen?

LOS! ARBEITEN!
Themenmonat bei den BRAUSEBOYS – Hartz dich selbst!
Robert Rescue, Heiko Werning, Nils Heinrich, Volker Surmann, Hinark Husen, Frank Sorge und >> JÜRGEN WITTE (Frühschoppen, Reformbühne Heim & Welt)
erzählen noch mehr aus ihrem Arbeitsleben!
Text, Musik und die nettesten finnischen Gastgeber der Welt.

Donnerstag, 20. Januar, 21 Uhr, im Laine-Art, Liebenwalder Str.39, Hinterhof, nahe U6-Seestraße, U9-Nauner Platz und MetroTram M13 Osram Höfe

Arbeitsplan für die Woche:
-Heute, Dienstag, 18.1., 21.00 Uhr die MARABÜHNE – Thilo, Kirsten, Tobias, Bohni, Frank und NILS HEINRICH erzählen was. Musik von MOMO+ und DJo. (Marabu-Bar, Oppelner/Görlitzer Str, nahe U-Schlesisches Tor)
-Mittwoch, 19.1. DIE WAHRE NACKTHEIT – Volker Surmann Solo im Schwuz.

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wer unseren newsletter künftig nicht mehr erhalten möchte, schreibe „Ich werde von VW dafür bezahlt!“ in den betreff der zurückgesendeten mail.
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einen schönen Werktag
wünscht euer
Browerboy


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