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{Jau 18.10.06}

>>>>>>>BRAUSEBOYS-NEWSLETTER<<<<<<<<<<<
die Themen:
-Do., 19.10. BRAUSEBOYS – WESTFALEN WOCHEN mit Benedikt Eichhorn! 21 Uhr /Laine-Art
-Stuck & Stil, O-TON-UTE lebt, Die wahre Nacktheit
-Auf Reisen gehen

Es war einmal ein junger Westfale, der gerne reisen wollte. Da sagte seine arme Mutter: „Wie willst du denn reisen? Von der Stütze bleibt nichts übrig!“ Da sagte der Sohn: „Es wird schon gehen, ich laufe einfach, schlag mich so durch und will vor mich hin murmeln: Weniger ist mehr! Weniger ist mehr! Weniger ist mehr!“

Er war nun eine kleine Weile gelaufen und murmelte ständig vor sich hin: „Weniger ist mehr! Weniger ist mehr! Weniger ist mehr!“, als er zu einer Gruppe Maurer kam und sagte: „Gott helfe euch! Weniger ist mehr, weniger ist mehr, weniger ist mehr!“
„Weniger ist mehr? Was sagst du da?“ holten sie sich den Knaben. Denn wegen der anhaltenden Konjunkturschwäche hatten sie nicht viele Aufträge übers Jahr und meinten, er wolle sie verhöhnen. Mit den Maurerkellen schlugen sie auf den Jungen ein, „Wir zeigen dem Kerl mal, was mehr und was weniger ist!“ „Was soll ich denn sonst sagen?“, fragte der Junge. „Du sollst sagen: Lieber neureich, als nie reich!“

Da ging er wieder eine Weile und wiederholte: „Lieber neureich, als nie reich! Lieber neureich, als nie reich! Lieber neureich, als nie reich!“ bis er an ein Gericht kam, wo gerade ein Steuerbetrüger von einer aufgebrachten Menge erwartet wurde.
Der Junge grüßte: „Guten Morgen! Lieber neureich, als nie reich! Lieber neureich, als nie reich!“ „Lieber neureich, als nie reich?“ ereiferten sich die Leute. „Sollen etwa noch mehr Idioten krumme Dinger drehen? Ist der eine nicht genug?“ Also bekam er wieder Prügel. „Was soll ich dann sagen?“ „Sei zufrieden mit dem was du hast!“

Der Junge ging weiter und wiederholte laut: „Sei zufrieden mit dem was du hast!“ Bis er an einen Graben kam, wo ein Obdachloser stand, der Pfandflaschen sammelte. Der Junge sagte „Guten Morgen. Sei zufrieden mit dem was du hast.“ „Zufrieden mit dem was ich hab? Willst du mich verarschen, Kerl?“ und schlug ihm eine schwere Flasche um die Ohren. „Was soll ich dann sagen?“ „Sei ehrlich und sag: Jeder, wie er’s verdient!“

Da ging er weiter und wiederholte ständig „ Jeder, wie er’s verdient!“, bis ein getuntes VW-Cabrio heranbrauste. Er winkte: „Hey, jeder, wie er’s verdient!“ Der Wagen landete durch die Überraschung im Graben, worauf der Fahrer den Jungen so dermaßen verprügelte, daß der sich nach Hause schlich. Sein Leben lang versuchte er kein weiteres Mal, auf Reisen zu gehen.

(Nachdichtung (und vor allem: Übersetzung!!) eines alten westfälischen Märchens: „Up Reisen gohn!“ Original hier: http://home.planet.nl/~obd/obo/platt/grimm2.htm )
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WESTFALEN WOCHEN im Oktober

Nach den Nichtberlinern mit schwäbischem und türkischem Migrationshintergrund sind wohl die Exil-Westfalen die zahlenmäßig größte Gruppe von Nichtberlinern in Berlin. Überdurchschnittlich viele Westfalen treiben sich zudem auf Bühnen herum. Grund genug, mal einen ganzen Monat lang nur Menschen dieses Schlages als Gäste zu den Brauseboys zu laden. Immerhin bestehen die Brauseboys zur Hälfte ja ebenfalls aus Westfalen.

„Ich habe nicht verhehlt, daß die westfälische Sprache mir unter allen deutschen Mundarten die wichtigste und reichhaltigste erscheint.“ Jacob Grimm (1785-1863) (Noch ein Märchen?)

-Donnerstag, den 19.10. >> Die PLÖRREBOYS - Text & Musik mit den Westfalen Heiko Werning, Hinark Husen, Volker Surmann, BENEDIKT EICHORN, sowie den anderen (Robert Rescue, Nils Heinrich und Frank Sorge). >>21 Uhr /Laine-Art

>Benedikt (aus Coesfeld) muss sonst immer begleiten (www.pigor.de), darf an diesem Abend aber mal Solist sein (www.benedikteichhorn.de). Desweiteren gibt es erneut westfälische Spezialitäten und Echten Gütersloher.

weitere Infos, Links und neue Inhalte unter
www.brauseboys.de
www.laine-art.com
www.browserboy.blog.de
http://taz.de/blogs/reptilienfonds/
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Neue Texte, Musik und die nettesten finnischen Gastgeber der Welt. >Jeden Donnerstag, 21 Uhr< im Laine-Art, Liebenwalder Str.39, Hinterhof, nahe U6-Seestraße, U9-Nauener Platz und MetroTram M13 Osram Höfe (der 4. Donnerstag im Monat ist rauchfrei!)

Kulturhinweise:

-Freitag, den 20.10. >STUCK & STIL, Salon für Komik in Schrift, Ton & Tat – Volker Surmann lädt gemischte Gäste! Diesmal: Andre Eberlei (Oldenburger Kabarettist), Hinark Husen (Wedding-Erfinder), Georg Weisfeld (Kleiderbügler) und Stollah (Travestiesocke)! >AHA, Mehringdamm 61 (Kreuzberg), Hinterhaus, 2. Stock. Beginn: 21 Uhr >(Eintritt: 4€)

-Samstag, den 21.10. >O-TON UTE kehrt zurück! Ein einziges Mal wird die legendäre Multimedia-Lesebühne auferstehen, um an ihrem Geburtsort eine spektakuläre Show mit Text, Lied, Hörspiel und den exotischen Performances, die man so nie gesehen hat, zu zelebrieren. O-TON UTE ist eine schräge Underground-Show zwischen Punk, Variete und Comedy mit: Elis, Robert Rescue, Kirsten Fuchs, Ryan McFadien, Wello Rausch und Brisk Rockstroh. Wer das bislang verpaßt hat, erhält eine einmalige Chance, sie in Aktion zu erleben. > 21 Uhr (Einlaß), KATHEDRALE, Schliemannstraße 40 (U2-Eberswalder Straße, Tram Husemannstraße)

-Montag, den 6.11. >DIE WAHRE NACKTHEIT – Volker Surmanns Soloprogramm. Letzte Möglichkeit in Berlin dieses Jahr! Sonst noch in Hannover und Hamburg. www.volkersurmann.de >20.30 Uhr im Scheinbar-Varieté, Berlin (Monumentenstr. 9, Schöneberg) >Vorbestellungen unter: (030) 784 55 39

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vom
Browserboy



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