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{Wortgeflügel 21.9.04}

>>>>>>>>>>>>BRAUSEBOYS-NEWSLETTER<<<<<<<<<<<<

die Themen:
-Donnerstag, 23.9., die Brauseboys - mit Andreas Scheffler & Rigoletti
-Offpop, Udo etc.
-Geflügelte Worte

"Ein Onkel, der Gutes mitbringt, ist besser als eine Tante, die bloß Klavier spielt." (Wilhelm Busch) Ach die guten alten Dichter! Heute hört man ja nur noch Sachen wie: "im mehlstaub des maulwurfs finden sich spuren reimischen welterbes denkt sich h. den sonnenaugen die brille putzend." oder ähnliches. Was so ein richtiges geflügeltes Wort ist, das fliegt hoch und weit in die Welt hinaus und jeder denkt: "Ah!" und "Oh!", wenn sich die herbstlichen Worte zum Flug in den sonnigen Süden formieren. Ich laß das jetzt mal so im virtuellen Raum stehen...
Im Zwang zur Aktualität erscheinen Zeitungsmeldungen mitunter vor den Geschehnissen selbst und sind schon im Ereignis veraltet. Gut, daß man in nervöser Unklarheit über die eigenen Lebensverhältnisse immer wieder auf das alte Wortgeflügel zurückkommen kann. Zum Beispiel, wenn man die fünfte Variante aktueller Fallbeispiele zu Hartz IV hört. Ich habe mittlerweile den Überblick verloren. Besonders Betroffene überhäufen mich derzeit mit widerstreitenden Informationen, was jetzt wo wie erhöht, gekürzt, bewilligt und wem es bald ganz schlecht gehen wird.
Viel brauche ich im Leben nicht, und auch Ludwig Börne sagte: "Armut ist eine Sandbank, Reichtum ein Fels im Meer des Lebens. Die Glücklichen schiffen hindurch." Pinkeln wir also fröhlich in die Lücke zwischen Sand und Fels und schauen nicht so sehr aufs Konto. Übrigens der Weg allen Wassers!
Daß es die alten Dichter so richtig gut gemacht haben, zeigt zum Beispiel, daß schon einzelne Satzteile im Spruch wie Offenbarungen klingen: Armut ist eine Sandbank! Das ist doch noch Ironie!
"Wenn wir es recht überdenken, so stecken wir doch alle nackt in unseren Kleidern." (Heinrich Heine) Wie wahr, wie wahr!
Ein Spruch, der etwas rätselhafter erscheint, ist dieser: "Die Armut und die Hoffnung sind Mutter und Tochter: Indem man sich mit der Tochter unterhält, vergißt man die andere." (Jean Paul) ... ... Aha! Die Hoffnung stirbt zuletzt! Der Spruch kam übrigens bei der Oderflut auf, sogar für Spendenaufrufe wurde er benutzt. Genau bedacht finde ich ihn immer noch hochgradig zynisch..
Abraham Lincoln soll gesagt haben: "Man kann den Armen nicht helfen, indem man die Reichen vernichtet."
Aber ist es andersherum genauso??
Oder ist alles doch nur eine Verteilungsfrage, frei nach dem Konfirmandenschlager: "Wenn jeder gibt, was er hat... dann werden alle satt!" Oswald Spengler, Geschichtsphilosoph, faßte ganz dicht über unsere Eingriffsmöglichkeiten zusammen: "Der Geist denkt, das Geld lenkt."
Unser Einfluß ist also begrenzt, und so ist mit allem Klagen und Jammern nicht viel zu bewerkstelligen. "Zeit ist Geld!" hat Onkel Dagobert schon immer gesagt. Allerdings kann man Zeit nicht kaufen und es ist andersherum sicher oft so, daß jemand der reich ist, viel weniger Zeit hat, das ganze Geld auszugeben als Homo Hartz. Oscar Wilde wußte das auch schon, und da er in keiner Sammlung geflügelter Worte fehlen darf, noch dieses: "Es gibt nur eine Klasse in der Gesellschaft, die mehr an Geld denkt als die Reichen. Das sind die Armen." (Oscar Wilde)

>>>Donnerstag, den 23.9., 21.00 Uhr - DIE BRAUSEBOYS - geben Robert letztes Hemd!
Heiko Werning, Volker Surmann, Nils Heinrich, Robert Rescue, Frank Sorge und
>Sozialtheoretiker ANDREAS SCHEFFLER (www.andreas-scheffler.de) von Dr. Seltsams Frühschoppen und
>the most unknown popstar: RIGOLETTI (www.rigoletti.de)

m Laine-Art (www.laine-art.com), Liebenwalder Str.39, Hinterhof, naha U6-Seestraße, U9-Nauener Platz und Tram 23/50 Osram-Höfe

weitere Hinweise:
-Heute: Marabühne! Für Schnellentschlossene. Dienstag, 21.9., 21.00 Uhr in der Marabu-Bar, Oppelner Str./Ecke Görlitzer, U-Schlesisches Tor - Thilo, Kirsten, Tobias, Frank und Bohni starten ins dritte Mara-Jahr!
-Freitag und Samstag (24./25.): Nils Heinrich und Marco Tschirpke bespielen das Zimmer 16, in Pankow in der Florastraße >LIEDER MIT TEXTEN. 21.00 Uhr.
-Montag, 27.9.: Pfefferberg, Offpop. aber noch besser...
>>ab 21.00 Uhr: 100% Heinrich, Nils Heinrich zeigt alles, was er hat, im Café Cralle, Hochstädter Str.10a, Wedding!
-Donnerstag, 30.9.: Große UDO-JÜRGENS-GALA zum 70. Geburtstag bei den Brauseboys. Programm, Musik und Party! Schon mal vormerken!

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dieser newsletter ist umsonst. gratis zu beziehen. er verlangt ein wenig zeit, die ja bekanntlich geld ist. damit bewegen wir uns im paradoxen. wer seine zeit also lieber auf dem konto spart, kann diesen newsletter auch abbestellen. böse sind wir darüber nicht, aber traurig. demnächst hier also die rubrik: "von uns gegangen!", die der aussteiger dann natürlich nicht mehr sehen wird. in dieser woche reicht es, einen kleinen, schlauen einzeiler in den betreff der zurückgesandten email zu schreiben.
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Grüße auch an Onkel und Tanten!
euer
Browserboy


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