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{Stadt, Land, Molch! 29.3.05} >>>>>>>BRAUSEBOYS-NEWSLETTER<<<<<<<<<<< „Kontinentalklima!“, sagt Heiko, „kalter Winter, trockener Sommer!“ BENEFIZ für die Natur in Brandenburg. Heiko, Nils und ich folgen einer Einladung zum Rand des Biosphärenreservats Schorfheide und lesen in der Feld, Wald und Wiesen-Schule. Die Frühlingssonne ist grell und der Himmel leuchtet. Kraniche und Wildgänse stehen am Straßenrand, es gibt ein Dorf namens „Afrika“ und unsere erste Amtshandlung zur Ankunft besteht darin, seltene Kammmmmmmolche aus dem Keller des Schulgebäudes zu retten. Dort sitzen sie unter Getränkekisten, losen Steinen und in dunklen Ecken und trocknen langsam aus. Heiko sammelt ein paar der lustigen, kleinen Vierfüßler in die Hand und nach ersten Berührungsängsten schließen wir uns der Suche an. „Die sind so selten, man macht sich sogar strafbar, sie anzufassen!“ kommentiert Heiko ein unzulängliches Schutzgesetz. Nils dreht bald eifrig jeden losen Stein am Boden um, - hat wohl zu Ostern zu wenig zu suchen bekommen! denke ich - und wir tragen die Handvoll verknäulter Molche vorsichtig zu einem Teichbassin, wo sie glücklich mit den Füßen paddelnd im schilfigen Wasser abtauchen. „Letztes Jahr haben wir hier 80 Unken aus dem Keller geholt“, erzählt Heiko und kostet zur verdienten Stärkung vom warmen Apfelstrudel, der uns zur Begrüßung bereitet wurde. Ein erstes, kleines Feuer wärmt unsere Knie in der Abendsonne und unser Gastgeber erzählt, am Morgen seien Fischadler über dem Garten gekreist. Spätestens jetzt kollabiert mein wintergeplagtes Großstadthirn unter der Last der Natureindrücke. „Da, ein roter Milan“, zeigt er auf einen vorbeigleitenden Vogel. Überall Gezwitscher, mein Geist stülpt sich um. Wie leblos ist es, in einer Stadtwohnung zu sitzen, denke ich entsetzt, wie häßlich die Stadtgeräusche. Wie klebrig und künstlich alles, was man in der Stadt anfassen kann, Haltestangen in der U-Bahn und Druckknöpfe. Wie dumpf jeder Eindruck vom Bildschirm oder aus dem Radio gegen eine echte Landschaft mit ihren Geräuschen. Was ist Zivilisation…? Kurz gesagt: Die Frühlingssonne hat mich voll im Griff! „Ja, man fühlt hier doch ein bißchen besser, wo wir wirklich herkommen, als in Berlin!“, erzählt er weiter und atmet tief ein. Mich schaudert. Bierpfützen, bepißte Hausflure, Dönerreste, Fernsehprogramme… Zum Sonnenuntergang beginnen wir zu lesen, die zahlreichen Zuschauer lachen herzhaft, loben, kaufen und versprechen, uns mal in Berlin zu besuchen, müßten jetzt aber noch die Hühner reinholen. Wir setzen uns zufrieden im großem Freundeskreis der Schule an den Eßtisch, der mit dampfenden Töpfen bestückt ist und lassen die Gespräche ausschweifen oder stehen später rauchend und bierselig am wärmenden Lagerfeuer, als die gelbe Mondscheibe aufsteigt. „Man kann hier einzeln oder in Gruppen übernachten, auf dem geräumigen Dachboden, oder in Zelten, es gibt Duschen, Badeseen in Trinkwasserqualität sind in der Nähe und alles sehr, sehr günstig.“ erinnert uns der Gastgeber. Ob wir es weitersagen könnten? Na klar! Nichts lieber als das! Donnerstag, den 31.3. >> DIE BRAUSEBOYS – BLOGGADE! Volker Surmann, Nils Heinrich, Heiko Werning, Robert Rescue, Hinark Husen, Frank Sorge & Blogger DON DAHLMANN Text, Musik und die nettesten finnischen Gastgeber der Welt. Frisch geduscht ins dritte Jahr seit Beginn des Irak-Kriegs! Donnerstag, 31. März, 21 Uhr, im Laine-Art, Liebenwalder Str.39, Hinterhof, nahe U6-Seestraße, U9-Nauener Platz und MetroTram M13 Osram Höfe Außerdem: KURORT WEDDING II- Samstag, 2.4.
– Spaß im Kiez. Die Brauseboys besetzen erneut ab 23.00
Uhr das Café Cralle (Hochstädter Str. 10 a) und lesen Geschichten. und auf lange Sicht: ---------------------------------------- einen schönen Tag noch |
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